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Frauen in der SPD Pankow

Herzlich willkommen auf der Internetseite der Pankower Sozialdemokratinnen! 

Dies ist die Seite der weiblichen Mitglieder der SPD-Pankow. Wir sind etwa 750 Frauen. Damit ist die ASF-Pankow die größte Arbeitsgemeinschaft der SPD-Frauen in Ostdeutschland. Wir organisieren regelmäßig Diskussionsveranstaltungen, Frauenstammtische und Themenabende. Dazu gehören u. a. ein Geschichtsprojekt, bei dem Zeitzeuginnen zu ihrem politischen Engagement befragt wurden und Mentoringprogramme für Frauen in der SPD-Pankow. Dabei können Frauen die politischen Strukturen in Bund, Land und Bezirk besser kennenlernen und sich auf Ämter in Partei und Politik vorbereiten.

Wir nehmen die Sorgen und Nöte der Frauen in Pankow ernst, deshalb wollen wir politisches Handeln anregen und unsere in den Mitgliederversammlungen erarbeiteten Ziele in Bezirk, Land und Bund umsetzen. Gemeinsamkeit und Solidarität wird bei uns großgeschrieben! Alle Mitgliederversammlungen und Veranstaltungen sind öffentlich für alle interessierten Frauen.

Ihre Ansprechpartnerinnen sind:

  • Vorsitzende: Ulrike Rosensky

  • Stellvertreterin: Katharina Berten

  • Stellvertreterin: Anja Gerecke

  • Schriftführerin: Sonja Garske

  • Beisitzerinnen: Rona Tietje, Diana Gianonne, Christina Jankowski, Julia Michalsky, Katharina Nachbar, Annette Unger, Alexandra Vodde, Alexandra Wend und Lioba Zürn.

Wir haben Sie neugierig gemacht? Unsere nächsten Treffpunkte entnehmen Sie bitte der Terminliste auf der Internetseite. Wir freuen uns, Sie bei einer unserer nächsten Treffen begrüßen zu dürfen.

Feministische Grüße

Ulrike Rosensky

ASF-Vorsitzende

 

#StrajkKobiet - Unterstützung der Proteste in Polen

Wir unterstützen die mutigen Menschen in Polen, die gegen das politisch getriebene Urteil, Schwangerschaftsabbrüche de facto zu verbieten, protestieren. Die Bewegung in Polen hat sich unter dem Hashtag #StrajkKobiet organisiert, was zu Deutsch in etwa Frauenprotest bedeutet.

Als Zeichen der Unterstützung haben wir diese Woche eine Kampagne auf Facebook (@FraueninPankow) und Twitter (@asf_pankow) eingestellt, bei der insgesamt 18 Frauen* der SPD mitgemacht haben. Einen Eindruck davon seht ihr hier auf der Foto-Collage. 

Wir sehen darüber hinaus nicht nur in Polen Handlungsbedarf. Als AsF Pankow fordern und setzen wir uns aktiv für das Recht auf sichere und legale Schwangerschaftsabbrüche als Teil der Gesundheitsgrundversorgung ein - überall auf der Welt! Das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzt sich dafür ein, dass sichere und legale Schwangerschaftsabbrüche Teil der Gesundheitsgrundversorgung sind. In Deutschland fordern wir daher die Abschaffung des §218a und §219 StGB. 

Hier findet ihr die Informationen der WHO (auf Englisch). 

Hier könnt ihr einen Tagesschau-Artikel mit Hintergrundinformationen zum Gerichtsurteil in Polen lesen.

 

Wir kämpfen weiter für Parität!

Die heutige Entscheidung des Verfassungsgerichts in Brandenburg gegen das Paritätsgesetz bedauern wir und wir werden weiter für verfassungskonforme Paritätsgesetze kämpfen. Das Grundgesetz nach Art. 3 ermöglicht die Parität nicht nur, sondern fordert sie! 

Wir freuen uns sehr, dass auch unsere Berliner Bundestagsabgeordnete Cansel Kiziltepe diese Forderung tatkräftig und lautstark unterstützt: "Ob in Brandenburg, Thüringen, in Berlin oder bundesweit: Wir brauchen endlich Parität in den Parlamenten. Daran ändert auch das Urteil des Verfassungsgerichts des Landes Brandenburg vom 23.10.2020 nichts. Denn Frauen sind beim passiven Wahlrecht immer noch strukturell benachteiligt. Diese Diskriminierung zu beseitigen ist als staatlicher Handlungsauftrag in unserem Grundgesetz verankert."

Cansel erklärt weiter: "Von den Abgeordneten im Bundestag sind lediglich 30,9% Frauen. Verglichen mit den Landesparlamenten liegt der Bundestag sogar im Mittelfeld. Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt mit 21,8% Frauen im Landtag. Das liegt nicht daran, dass Frauen nicht für politische Ämter kandidieren wollen. Sie werden wie in vielen anderen Bereichen des Lebens strukturell benachteiligt. Und die Erfahrung hat gezeigt: Parteiinterne Quotenregelungen und Selbstverpflichtungen reichen schlicht nicht aus. Ohne klare gesetzliche Vorgaben und entsprechende Sanktionen funktioniert es nicht. Wenn wir jetzt nicht handeln, müssen wir weitere 100 Jahre auf gleichberechtigte Teilhabe beim passiven Frauenwahlrecht warten. [...] Auch in Berlin kämpfen wir als überparteiliches Berliner Netzwerk Parität gemeinsam für ein Paritätsgesetz. Denn verfassungskonforme Paritätsgesetze sind nicht nur möglich, sondern sogar geboten."

Auch der Deutsche Juristinnenbund e. V. (djb) hat die heutige Entscheidung kritisiert. „Das Verfassungsgericht hat heute die Chance verpasst, den vom Brandenburger Parlament gesetzten Meilenstein für Demokratie und Gleichberechtigung zu zementieren. Nichtsdestotrotz geht die Debatte um die Verfassungsmäßigkeit von Paritätsgesetzen in Deutschland weiter. Der Deutsche Juristinnenbund wird sich weiter für die Anerkennung eines Demokratieverständnisses einsetzen, das die über Jahrhunderte etablierte Verdrängung von Frauen aus der politischen Sphäre und das Gleichberechtigungsgebot des Grundgesetzes nicht ausblendet.“, kommentiert Prof. Dr. Maria Wersig, Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes e.V. (djb).

Die gesamte Pressemitteilung von Cansel findet ihr auf ihrer Webseite.

Die gesamte Pressemitteilung des djb findet ihr online hier.

 

 

Geburtshaus MAJA am Arnimplatz erhalten!

Das Geburtshaus MAJA ist seit 28 Jahren in Pankow ein sicherer Hafen für Gebärende. Diesem Ort droht Verdrängung aus dem Arnimkiez, da das Gebäude an einen neuen Investor verkauft wurde. Die neuen Vertragsbedingungen zur weiteren Miete der bisherigen Räumlichkeiten, sind für das MAJA Geburtshaus als nichtprofitorientiertes Unternehmen nicht erfüllbar.

Wir, die AsF Pankow, zeigen uns solidarisch mit dem Geburtshaus MAJA. Sichere Geburtsorte für Gebärende, die Arbeit von Hebammen und das bunte Zusammenleben im Kiez müssen Vorrang vor Profitmaximierung haben!

  • Wir rufen daher alle Interessierte dazu auf, am Donnerstag, 03.09. 2020 zur Protestaktion ab 18 Uhr in die Paul-Robeson-Straße 38, 10439 Berlin zu kommen.[1]
  • Wir unterstützen darüber hinaus den Aufruf des Geburtshauses MAJA an den neuen Eigentümer, Aramid Immobilien, finanzierbare Mietvertragsbedingungen anzubieten und eine dauerhafte Erhaltung des Geburtshauses MAJA zu ermöglichen.[2]
  • Wir fordern das Pankower Bezirksamt für Stadtentwicklung und Bürgerdienste auf, sicherzustellen, dass die Prüfung einer möglichen Ausübung des Vorkaufsrechts in Zukunft nicht mehr an personellen Engpässen scheitern darf und auch nach alternativen Lösungsmöglichkeiten innerhalb des Rechtsrahmens zu suchen. Durch das Vorkaufsrecht hätte das Fortbestehen des Geburtshauses MAJA eventuell gesichert werden können.[3]
  • Wir appellieren an alle Parlamentarier*innen der SPD, sich konsequent weiter für die Stärkung von sicheren Geburtsorten und die Arbeit von Hebammen als elementaren Bestandteil der Gesundheitsgrundversorgung einzusetzen.

Weitere Informationen über das Geburtshaus MAJA findet ihr auf deren Webseite.

 

[1] Den Aufruf findet ihr auch in der Geburtshaus MAJA Pressemitteilung vom 20. August 2020, in der ihr weitere Details nachlesen könnt.  

[2] Siehe auch Geburtshaus MAJA Pressemitteilung vom 20. August 2020

[3] Mehr Hintergrundinformationen im online Eintrag des Mieterforum Pankow vom 15. Juni 2020

Resolution: Frauen in der Corona-Krise – Geschlechtergerechtigkeit muss auch in Krisenzeiten selbstverständlich sein!

Resolution der AsF Pankow

"Frauen in der Corona-Krise – Geschlechtergerechtigkeit muss auch in Krisenzeiten selbstverständlich sein!"

Die KDV möge beschließen:

Die Corona-Pandemie beeinträchtigt das Leben aller Menschen. Viele leiden unter gesundheitlichen, wirtschaftlichen oder privaten Einschränkungen. Dennoch sind nicht alle gleich stark betroffen. Die Pandemie belastet vor allen viele Frauen überproportional stark.  Die Soziologin Jutta Allmendinger spricht angesichts der Corona-Krise von einem „Rückfall auf eine Rollenteilung wie zu Zeiten unserer Großeltern“ und einer „entsetzlichen Retraditionalisierung“.[1]

Soweit darf es nicht kommen! Deswegen fordern wir, dass bei allen politischen Entscheidungen zur Bewältigung der Krise der Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit berücksichtigt wird. Außerdem muss die strukturelle Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern konsequenter als bisher bekämpft werden. Nur so kann erreicht werden, dass es in Krisensituationen keine gravierenden Rückschritte gibt.

 
Sorgearbeit: Solidarisch nicht alleine!

Die Krise zeigt uns, wie wertvoll Sorgearbeit (engl. Care Work) für unsere sozialdemokratische Gesellschaft ist! Anlässlich des 1. Mai 2020 haben wir uns als ASF Pankow online mit dem Thema Sorgearbeit beschäftigt. Hier ein paar Punkte, die wir thematisiert haben:

  • Haushalt, Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen - immer noch leisten Frauen den Löwenanteil der privaten Sorgearbeit. Unbezahlt und häufig zusätzlich zum Job. Gleichstellung heißt deshalb auch: Gender-Care-Gap schließen!
    • Was der Gender-Care-Gap ist und warum ein großer Gap ein schlechtes Zeichen für die Gleichstellung ist, erfahrt ihr u.a. auf der Webseite des BMFSFJ
  • Konkrete politische Veränderungen für Sorgearbeiter:innen werden wir nur mit annähender Parität an den Stellen erreichen, wo Entscheidungen gefällt werden. Gremien, die z.B. die Leopoldina-Studie angefertigt haben, in denen keine oder kaum Frauen sitzen, verbessern die Situation nicht.
  • Sorgearbeit und die Rolle, die sie im Leben von Frauen* einnimmt, ist kein neues Thema der Frauenbewegung. Die Doppelbelastung durch Erwerbs- und Sorgearbeit wurde schon vor Jahrzehnten diskutiert, z. B. beim Ost-West-Frauenkongress '90, der heute vor 30 J. in Berlin begann.

Um Gleichstellung im Bereich Sorgearbeit zu erreichen, liegt noch viel politische Arbeit vor uns. Wir als SPD haben dazu erste Änderungen in die Wege geleitet:

  • Seit 1. Januar 2019 gibt es einen Anspruch auf Brückenteilzeit.
    • Das Gesetz für Brückenteilzeit ermöglicht zeitlich befristete Teilzeitarbeit mit einem Rückkehrrecht in die vorherige Arbeitszeit. Besonders für Frauen* ist das ein wichtiges Hilfsmittel. Mehr Infos unter https://www.spd.de/aktuelles/brueckenteilzeit/
  • Wir als SPD Berlin arbeiten dran, Sorgearbeit besser zu ermöglichen & entlohnen. Dank Dilek Kalayci, unserer Gesundheitssenatorin, hat der Berliner Senat im Februar eine Bundesratsinitiative für ein Familienpflegegeld beschlossen. Die Idee ist ähnlich dem Elterngeld. 
    • Wir wollen pflegende Menschen unterstützen. Denn wir wissen: "Viele haben Schwierigkeiten, Pflege und Beruf zu vereinbaren, und müssen mit finanziellen Einbußen leben, weil sie ihre Arbeit für die Pflege einschränken oder ganz aufgeben" erkläte Dilek hier in diesem Zeit-Artikel (bezahlfrei).

Alle Infos & die gesamte Themenwoche findet ihr hier auf Twitter  https://twitter.com/asf_pankow/status/1253707287430127618?s=20

Folgt uns gerne unter @asf_pankow!

 

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