Unsere Kandidatinnen für die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zur Pankower Bezirksverordnetenversammlung 2016 stellen sich vor.
Am 17. Juni 2016, ab 19.30 Uhr,
in der Brotfabrik, im Roten Salon, Caligariplatz 1, 13086 Berlin.
Politischer Frauenempfang mit Sandra Scheeres (Senatorin für Schule, Jugend und Wissenschaft), Rona Tietje (Bezirksbürgermeisterkandidatin für die SPD-Pankow), Dr. Clara West (MdA) und Dr. Margaretha Sudhof (Staatssekretärin für Finanzen). Moderation: Cansel Kizeltepe (MdB). Kommen Sie vorbei und lernen Sie unsere Kandidatinnen kennen! Teilnahme nur nach Anmeldung unter: asf@spd-pankow.de oder per Post an: SPD-Kreisgeschäftsstelle, z. H. ASF-Pankow Ulrike Rosensky, Berliner Str. 30, 13189 Berlin.
"Uns reicht's ... aber nicht im Portemonnaie!"
Frauen verdienen im Durchschnitt 21 % weniger, als ihre männlichen Kollegen. Damit sich das ändert, liegt bereits seit Dezember 2015 dem Bundeskanzleramt der Gesetzentwurf von Manuela Schwesig für mehr Lohngerechtigkeit vor. Doch die CDU sperrt sich dagegen, den Gesetzentwurf zu ratifizieren. Deshalb fordert die ASF-Pankow zum Tag der Arbeit, am 1. Mai 2016 die CDU auf, ihre unsinnige und rückwärtsgewandte Blockadepolitik aufzugeben und die Gleichstellung von Frauen und Männern durch die Umsetzung des Gesetzes für Lohngerechtigkeit, ein Stück voranzubringen.
Ulrike Rosensky, ASF-Vorsitzende
Equal Pay Day 2016
Frauen verdienen mehr! Mit dem Gesetz für Lohngerechtigkeit
"Am 19. März findet der diesjährige Equal Pay Day statt, der internationale Aktionstag für die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern. Hierzu erklärt die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Elke Ferner:
Seit 2010 lag die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern konstant bei 22 Prozent. Nach aktuellen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes fiel der Verdienstunterschied im Jahr 2015 um ein Prozent geringer aus: Frauen verdienen also "nur noch" 21 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. 16,20 Euro durchschnittlicher Bruttostundenverdienst für Frauen im Vergleich zu 20,59 Euro für Männer. Das ist und bleibt ungerecht - das muss sich ändern.
Dass sich die Lohnlücke zumindest etwas verringert hat, verdanken wir dem gesetzlichen Mindestlohn. Mehr als zwei Millionen Frauen haben bereits im ersten Jahr davon profitiert. Insgesamt gehen Prognosen davon aus, dass der Mindestlohn die Lohnlücke um zwei Prozentpunkte schließen wird. Das reicht uns nicht!
Das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit muss kommen. Der Gesetzentwurf von Manuela Schwesig für mehr Lohngerechtigkeit liegt bereits seit Anfang Dezember 2015 dem Bundeskanzleramt vor. Doch wie schon beim Quotengesetz sperren sich Union und Wirtschaft gegen die Gleichstellung von Frauen und Männern.
Wir SPD-Frauen fordern die CDU/CSU daher auf, ihre Blockadehaltung gegen das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit aufzugeben. Deutschland gehört im EU-Vergleich zu den Schlusslichtern bei der Bezahlung von Frauen - das ist eine Schande! Eine solche Ungerechtigkeit darf es in einem modernen Land wie Deutschland, das sich die Wahrung der Rechte von Frauen auf die Fahnen schreibt, einfach nicht geben. Die Union und Bundeskanzlerin Merkel müssen endlich Farbe bekennen für die Gleichstellung von Frauen und Männern!
Um die Lohnlücke zu schließen müssen weitere Maßnahmen folgen, wie die Aufwertung sog. typischer Frauenberufe oder ein Anspruch auf befristete Teilzeit. Denn wer die Arbeitszeit reduziert, um Kinder zu erziehen oder Angehörige zu pflegen, darf nicht in der beruflichen Sackgasse landen. Gemeinsam mit unseren Bündnispartnerinnen und Bündnispartnern in Gewerkschaften und Frauenverbänden fordern wir einen Rechtsanspruch auf Rückkehr zur vorherigen Arbeitszeit.
2016 fällt der Equal Pay Day auf den 19. März. An diesem Datum fand vor 105 Jahren der erste Internationale Frauentag statt. Schon damals forderten Frauen gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Daran wollen wir erinnern und ein Zeichen setzen für mehr Gerechtigkeit bei der Entlohnung von Frauen und Männern." SPD-Parteivorstand
Frauen brechen auf
"Vor über 100 Jahren wurde der erste Internationale Frauentag begangen. Damals wie heute kämpfen Frauen weltweit an diesem Tag für ihre Rechte und für die Gleichberechtigung. Zum Internationalen Frauentag 2016 wollen wir gemeinsam aufbrechen – in ein Leben frei von Sexismus und Gewalt!
Die Übergriffe gegen Frauen in der Silvesternacht in Köln und anderen deutschen Städten haben in tragischer Weise gezeigt, worauf wir schon seit Langem aufmerksam machen: Sexualisierte Gewalt gegen Frauen muss endlich ernst genommen werden.
Denn sie findet täglich und überall statt: Ob zu Hause, am Arbeitsplatz, in der Öffentlichkeit oder im Internet. Ob als anzügliche Witze, sexistische Sprüche, übergriffiges Auftreten, häusliche Gewalt oder Vergewaltigung. Sexualisierte Gewalt gegen Frauen ist leider auch Teil der deutschen Kultur.
Wir sind tagtäglich mit überkommenen Rollenbildern, mit Sexismus in Sprache, Medien oder Werbung konfrontiert. Frauen werden als Sexobjekte, Opfer oder „Heimchen am Herd“ dargestellt. Dies führt zu weniger Respekt gegenüber Frauen – und fördert sexuelle Belästigung und Gewalt gegen Frauen.
WIR FORDERN:
ein Verbot geschlechterdiskriminierender Werbung;
eine gleichwertige Darstellung von Frauen und Männern in den Medien, die die vielfältigen Rollen und Lebenswege widerspiegelt;
mehr Heldinnen und mehr weibliche Vorbilder in Fernsehen, Videospielen und Printmedien;
eine umfassende Reform des Sexualstrafrechts, die den Grundsatz „Nein heißt Nein“ umsetzt und sexuelle Belästigung unter Strafe stellt;
eine Beweis- und Spurensicherung nach Sexualstraftaten, auch wenn Betroffene (noch) keine Anzeige erstatten möchten;
eine dauerhafte Finanzierung der Hilfe- und Beratungseinrichtungen für Frauen und Mädchen, die auch den Zugang von geflüchteten Frauen sicherstellt.
Der Einsatz gegen sexualisierte Gewalt muss jeden Tag ausnahmslos politische Priorität haben. Viel zu oft werden Sexismus und sexualisierte Gewalt tabuisiert – dieses Schweigen wollen wir brechen. Viel zu oft werden wir durch überkommene Rollenbilder in den Medien beeinflusst – diese Rollenzuschreibungen wollen wir aufbrechen. Viel zu oft führt die sexistische Darstellung von Frauen zu Gewalt – diesen Kreislauf wollen wir durchbrechen. Lasst uns gemeinsam aufbrechen – in ein Leben frei von Sexismus und Gewalt."